Everybody Wants to Rule the World

Sehr verehrte Leserschaft, Regenten und Fürsten dieser Welt, liebes Rudel,

das ist Niccolò Cervo aus dem italienischem Zweig der Familie, Niccolò ist zweifellos einer der einflussreichsten und wichtigsten Böcke unserer Zeit. In seinem Büro in Florenz ist er eher selten anzutreffen. Meist treibt er sich auf irgendwelchen Wirtschaftsforen, G20- oder G7-Gipfeln oder direkt in Rufweite des Oval Office herum. Als Philosoph, Diplomat, Chronist, Schriftsteller und Spin-Doctor berät er Präsidenten, Königshäuser und nahezu alle Reichen und Mächtigen dieser Welt. Manchmal auch jene, die es sein wollen und zudem gewillt sind für en Viertelstündchen seiner Zeit ihren Bausparvertrag auflösen. Für uns hat er - wen wundert es - "Everybody Wants to Rule the World" in der Auslegung von Pomplamoose analysiert. Dafür mussten wir natürlich tief in die Taschen greifen... Aber das ist ein Ausdruck von Wertschätzung für unsere Community. Wir hätten es hie und da auch billiger haben können.

Niccolò Cervo, Spin-Bock
Der Spin-Bock über "Everybody Wants to Rule the World"

Die Musik des Aufstiegs“ - Der Spin-Bock über "Everybody Wants to Rule the World" – in der Auslegung von Pomplamoose

Es ist ein Irrtum unserer Zeit, zu glauben, Musik sei bloß Ornament.
Sie ist – wie jede Form öffentlicher Rede – eine Waffe.
Und in den Händen der Klugen: ein Dolch mit Samtgriff.

Everybody Wants to Rule the World ist ein Lied, das sich als Einsicht verkleidet.
Ein scheinbar harmloser Refrain –
doch in Wahrheit eine diagnostische Miniatur des Machtwillens.
Die Version von Pomplamoose tut klug daran, nicht zu triumphieren,
sondern mit kühler Stimme zu sezieren.

Die Melodie ist weich, beinahe höflich, als wolle sie um Verzeihung bitten,
während sie einen entlarvt.
Die Stimme – klar, sachlich, kein Pathos –
gleicht der Rhetorik eines fähigen Diplomaten:
man unterschätzt sie auf eigene Gefahr.

Everybody wants to rule the world.“
Das ist kein Vorwurf.
Es ist ein Axiom.

Im Fürsten, wie im Influencer, im König wie im Community-Manager –
der Drang zur Gestaltung, zur Lenkung, zum Reichweitengewinn ist konstant.
Nur die Formen ändern sich.
Heute sind es nicht Städte, die erobert werden –
sondern Narrative.
Nicht Territorien, sondern Aufmerksamkeiten.

Pomplamoose kennt die neue Topographie der Macht.
Sie haben das Lied entschlackt,
haben Pathos durch Präzision ersetzt,
und das Tempo der Rebellion durch den Rhythmus des strategischen Rückzugs.
Der Song wirkt dadurch nicht schwächer –
sondern gefährlicher.
Weil er leise ist.

In einer Welt, in der jede Person auf TikTok ihre eigene Republik errichtet,
in der Likes als Legitimation zählen,
wirkt dieser Song wie ein Kommentar des klügsten Hofberaters:
Nicht jeder, der herrschen will, wird es können.
Aber alle werden es versuchen.
Und die Musik?
Sie wird dabei nicht nur Hintergrund sein.
Sondern: Vorzeichen.

 

Niccolò Cervo

 

RHythmisch Kuscheln mit dem Kuschelbock! Hören Sie "Everybody Wants to Rule the World" – in der Auslegung von Pomplamoose selbst: In der Kuschelbock Playlist bei Spotify