BOCK DRAUF!

PETITION ZUR SOFORTIGEN ANERKENNUNG, WÜRDIGUNG UND SCHUTZLEISTUNG FÜR ROTWILD IM FILM- UND FERNSEHWESEN

Bock drauf! Petition
Böcke - gejagd, gehetzt, ausgenutzt und filmisch marginalisiert

Eingereicht durch den Kuschelbock und die Internationale Allianz zur Rehabilitierung Filmischer Huftiere (IARFH), unterstützt von der Initiative BOCK DRAUF!

 

Präambel

Wir, die unterzeichnenden Vertreterinnen und Vertreter eines aufgeklärten, würdevollen und fairen Medienzeitalters, erheben unsere Stimme für jene, die keine PR-Abteilung haben, keine Anwälte, keine Castingagentur und kein einziges Wort in den Endcredits:
die Hirschkühe, Hirschböcke und ihr Nachwuchs, die seit Jahrzehnten sträflich benachteiligt, ausgenutzt und filmisch marginalisiert werden.

Rotwild spielt, leidet, stirbt, rennt, kollabiert, flüchtet und wird verspeist – doch es erhält weder angemessene Gage noch Applaus noch Anerkennung.
Es ist Zeit, diese Ungerechtigkeit zu beenden.

I. Dokumentation des filmindustriellen Unrechts

Für die Petition und im Auftrag der Initiative BOCK DRAUF! wurden die folgenden exemplarischen Fälle gesammelt, welche nur einen Bruchteil des systematischen Leidens darstellen, das Rotwild in Film und Fernsehen erdulden muss:

1. “The Outsider” (2020)

  • Episode 4, Minute 23: Ein verunstalteter Hirsch wird von Marc Menchaca (Jack Hoskins) auf einer illegalen Wald-Müllkippe abgelegt – ohne Credits, ohne Stuntzulage, ohne Betreuung durch die AHA.

  • Episode 5, Minute 3: Menchaca zerrt das getötete Tier durch den Wald. Keine Rücksicht auf Haltungsschäden oder Nachsorge.

  • Episode 8, letzte Minute: Ein weiterer Hirsch wird vom „Outsider“ verspeist – in einer bildlichen Intensität, die selbst hartgesottene Tierschützer an ihre Grenzen bringt.

2. „Roadkill“ (Folge 2, Minute 56)

Hugh Laurie (als Peter Laurence) überfährt in einer erschütternden Szene eine freundliche Hirschkuh, da er telefoniert.
Die Hirschkuh erhielt weder eine Fahrerflucht-Entschädigung noch eine Erwähnung in den Credits.

3. Netflix-Serie „Untamed“ (Folge 2, Minute 28)

Wilson Bethel (Rollenname: Shane Maguire) eliminiert eine Hirschkuh per Präzisionsschuss.
Keine Hazard Pay. Kein Tierschutzkoordinator. Keine imdb-Seite.

4. „The German“ (Folge 5, Minute 28)

Heio von Stetten (in der Rolle des Dieter Reus) erlegt ein wehrloses Kitz mit Jagdgewehr und Lächeln.
Das Kitz erhielt nicht einmal die übliche „No animals were harmed“-Versicherung — weil niemand auch nur versucht hat, es aufzunehmen.

5. „The Walking Dead: Dead City“ (Staffel 2, Episode 1, Minute 4)

Logan Kim (als Hershel Rhee) versucht, ein Kitz mit einem Wurfmesser zu töten. Später wird das Tier leblos im Bollerwagen gezeigt.
Auch ein Bollerwagen-Auftritt führt erstaunlicherweise nicht zu SAG-Mitgliedschaft.

6. Die belgische Serie „Elixer“ (Folge 1, Minute 13–14)

Wim Opbrouck (Ludo Rombauts) schießt auf einen prachtvollen Hirschen, was ihm im Folgeminute 14 schlecht bekommt.
Der Hirsch zeigte beeindruckende Mimikarbeit – ohne angemessene Gage.

II. Der Skandal der Unsichtbarkeit

Trotz unbestreitbarer Schauspielkunst – von authentischem Fluchtverhalten über anmutige Präsenz bis hin zu schmerzbeladenen Sterbeszenen – gilt:

  • Nicht ein einziger Bock wurde je in den Credits erwähnt.

  • Keine Schauspieleragentur führt Rotwild als Klienten.

  • Zero imdb-Profile, obwohl selbst Statisten mit drei Sekunden Screentime gelistet sind.

  • Kein einziger Hirschbock wurde jemals für einen Schauspielpreis nominiert.

  • Nicht einmal ein Patsy Award wurde jemals vergeben – aus Gründen, die die Industrie beharrlich verschweigt.

  • Die American Humane Association (AHA) lässt das Rotwild grundsätzlich hängen.

Man könnte meinen, 10.000 Jahre Koexistenz hätten mehr Solidarität hervorgebracht.

III. Der wirtschaftliche Niedergang—Ausbeutung ohne angemessene Vergütung

Die Gagenpraxis gegenüber Rotwild ist ein eigenes Kapitel der Schande:

  • Tagespauschalen: 0 Euro

  • Stuntzuschlag: 0 Euro

  • Gefahrenzulage: 0 Euro

  • Residuals für Streamingrechte: 0 Euro (obwohl manche Hirschszenen millionenfach geklickt werden)

  • Catering: nicht vorhanden

  • Unterkunft: Wald

Dies stellt einen klaren Verstoß gegen elementare Gleichheitsgrundsätze dar, wie sie im universellen „BOCK DRAUF! Rudelgerechtigkeitsabkommen“ verankert sind.

IV. Unsere Forderungen

Wir von BOCK DRAUF! fordern hiermit von der internationalen Film- und Serienindustrie:

  1. Sofortige Aufnahme von Rotwild in die Credits
    – mindestens „Supporting Deer“, besser: „Co-Starring“.

  2. Anerkennung in Schauspielgewerkschaften
    – SAG-AFTRA, Equity, Bundesverband Schauspiel (BFFS): Gästemitgliedschaft für Wiederkäuer.

  3. Einführung der Kategorie „Bestes Huftier in einer Nebenrolle“
    – Oscar, Emmy, BAFTA, Grimme – wählt einfach einen.

  4. Angemessene Vergütung
    – Heu-Flatrates, Salzlecksteine, Waldpflegezuschuss und endlich richtig Kohle.

  5. AHA-Reform
    – verpflichtende Betreuung durch qualifizierte Rotwild-Koordinatoren (oder wenigstens Winona Ryder).

  6. Einrichtung eines globalen Bockfonds
    – Für verunfallte oder ausrangierte Tierdarsteller.

V. Schlusswort

Rotwild ist nicht nur Kulisse.
Es ist nicht Requisite, nicht Requisitenträger und nicht „Bock im Hintergrund“.
Es ist darstellende Kunst mit Geweih, und es ist an der Zeit, dies endlich zu würdigen.

Im Namen der Würde, der Fairness und der filmischen Integrität:

Wir fordern Gerechtigkeit für Hirschkühe, Hirschböcke und ihren Nachwuchs.
Jetzt. Ohne Ausreden.

 

Die Bock drauf! Unterzeichner 

Böcke für BOCK DRAUF!
Führende Böcke für BOCK DRAUF!

Die Erstunterzeichner der BOCK DRAUF! Petition von links nach rechts, abwärts: Der Bundesbock, der blaue BockEl Comandante Ciervo Macho, Coolbuck, die It--Hirschkuh, the Bluest Eye Deer, der bockige Bockder Doppelnullbock, der Vorstopperbock, die Gebrüder Bock, der Rammbock, der Entertainmentbock, der Kommissbock, Obi Wan Bock, der elegante Mönch, der Kuschelbock

 

XOXO
Kuschelbock für BOCK DRAUF!