No More Blue

Liebste Leserschaft, liebe Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, liebe Fortunen, liebes Rudel, 

hier sehen Sie Heinrich Bock - seines Zeichens scharfsinniger Denker,  Meister der Sprache und Poet von Weltrang, dessen Worte beständig nachhallen - wie er auf seinem Dauerkartenplatz in der Merkur Arena Düsseldorf der Initiative "FORTUNA FÜR ALLE" eine ganz neue Bedeutung verleiht. Am Rande sei bemerkt: Der Treffer, welchen er hier bestaunt, wurde durch den VAR abgerkannt, was so ein bisschen seine Beziehung zum Blues erklärt.

Heinrichs Feder ist spitz, sein Geist revolutionär, und seine Poesie – von unnachahmlicher Schönheit. Der bedeutendste Bock Düsseldorfs schreibt über Liebe, über Sehnsucht, über Deutschland und die Welt - und heute über "No More Blue“ von Roberto Ciotti. Dass er sich ausgerechnet diesen Song ausgesucht hat, das hat nichts mit Schalke 04 zu tun... - Obwohl?


kuschelbock.com: Der Düsselbock für die Kuschelbock Playlist
Der Düsselbock: Der Düsseldorfer, Fortune und Dichter schreibt über "No More Blue"

Kein Blau, nur noch Dämmerung“ - Heinrich, der Düsselbock über "No More Blue" von Roberto Ciotti

Ach, mein Herz,
dies Lied ist wie eine alte Geliebte,
die man zufällig in der Dämmerung wiedertrifft –
und nicht weiß,
ob man weinen oder
lächeln soll.

Roberto Ciotti spielt den Blues,
als wäre er ein verlorener Bruder von Lord Byron,
verbannt nicht ans Mittelmeer,
sondern in eine staubige Bar am Rande Roms.
Sein Gitarrenton:
eine Zigarette, halb ausgedrückt,
sein Gesang:
ein Seufzer, der sich schämt, gehört zu werden.

No more blue...“
Wie sanft das klingt,
wie erschöpft,
und doch:
wie aufrecht.

Ich habe viele Male von der Melancholie gesungen,
von verlorener Liebe,
vom gebrochenen Ideal.
Doch nie wurde mir so leise zugeraunt,
dass selbst der Schmerz
irgendwann zu Holz wird –
zu Klangholz,
zu Musik.

Dieser Blues ist kein Elend.
Er ist Erinnerung.
Nicht mehr akut,
nicht mehr brennend,
nur noch: warm.
Wie ein Handschuh in der Manteltasche,
den man längst vergessen hatte.

Und ich?
Ich sitze hier,
mit dem Glas halb voll
und dem Blick halb leer,
und höre diesen Mann sagen,
dass das Blau fort sei.

Ich glaube ihm nicht.
Aber ich verstehe ihn.

Denn die Farben der Seele gehen nicht fort.
Sie verblassen nur,
wie ein Gedicht,
das zu oft gelesen wurde –
und gerade deshalb
immer noch spricht.

 

XOXO
Heinrich Bock


Rhythmisch kuscheln mit dem Kuschelbock! Hören Sie "No More Blue" von Roberto Ciotti selbst: In der Kuschelbock Playlist bei Spotify

 

Der Kuschelbock merkt an: E se capisci l'italiano, ci sono maggiori informazioni qui: esvaso.it